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ProSaar Medienproduktion
Martin Hofmann auch Geschäftsführer der neugegründeten ProSaar


Die ProSaar Medienproduktion GmbH wurde von der Bavaria Film GmbH (51 Prozent) und der Werbefunk Saar (49 Prozent), einer Tochterfirma des Saarländischen Rundfunks (SR), gegründet. Dem stimmten sowohl der SR-Rundfunkrat als auch der Aufsichtsrat der Bavaria Film GmbH auf ihren jüngsten Sitzungen zu. Das gemeinsame Produktionsunternehmen ProSaar soll im Auftrag des SR und von Drittkunden audiovisuelle Programme und Multimedia-Inhalte erstellen. Gründungsgeschäftsführer ist Martin Hofmann, der gleichzeitig wie bisher Geschäftsführer der Berliner Askania Media bleibt. „Streiflichter“ sprach dazu mit Martin Hofmann.

Was ist das Unternehmensziel dieser neuen Produktionsgesellschaft?

Erstes Ziel der Gesellschaft ist die Sicherung der fiktionalen Produktionen und des damit verbunden Produktions-Know-hows am Standort Saarbrücken. In erster Linie handelt es sich hierbei um die Saarbrücker „Tatort“-Produktionen. In einem zweiten Entwicklungsschritt wird versucht, weitere Produktionen am Standort respektive dem Großraum Südwesten zu entwickeln und zu realisieren.

Mit welchen besonderen Herausforderungen sehen Sie sich bei der ProSaar konfrontiert?

Mit einer schlanken Produktionsstruktur hat ProSaar die Chance, in einer hochinteressanten Region auch die Funktion eines „Brückenkopfs“ nach Frankreich langfristig einzunehmen. Die traditionell guten Kontakte beider Gesellschafter können hier sicherlich zu großem Vorteil gebündelt und genutzt werden.

Haben Sie schon erste Produktionen in der Planung?

Am 9. September beginnen wir mit den Dreharbeiten zum neuen Tatort „Bittere Trauben“. Ich freue mich, bei dieser ersten ProSaar-Produktion besonders darüber, dass wir mit Andreas Doub einen saarländischen Kameramann haben werden, der das Drehbuch des Saarländers Andreas Pflüger, eines der renommiertesten „Tatort“-Autoren, der erstmals für seinen „Heimatsender“ einen Tatort geschrieben hat, unter der Regie von Hannu Salonen bildlich umsetzen wird.

Wie schafft man es, sowohl eine Produktionsfirma in Berlin als auch Saarbrücken zu steuern?

Hier schaffen wir hervorragende Synergien: eine Produktionsgesellschaft muss Netzwerke zu den Kreativen und Präsenz an den traditionellen Medienmetropolen, insbesondere in Berlin und München (im Übrigen die Wohnorte unserer beiden „Tatort“-Protagonisten Maximilian Brückner und Gregor Weber), halten. Insofern ist – begünstigt durch gute Flugverbindungen - dies kein Problem, sondern sinnvolle Ergänzung. Im administrativen Bereich können wir uns, wie auch bei Askania, ganz auf die großartige Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern und deren Know-how in den Zentralbereichen der Bavaria Film Holding stützen. Die entsprechenden Tools sind mittlerweile auch ortsunabhängig einsetzbar. (hge)

Kontakt:
Tobias Gerlach
089/6499-3900

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